Ganzheitliche Pferdegesundheit:
Fahrpraxis& Ergänzungsfuttermittel Mit Herz, Fachverstand
und der Kraft der Natur –
von Silke Griebel.
Mitglied im Verband Deutscher Tierheilpraktiker VDT
Ganzheitliche Pferdegesundheit:
Fahrpraxis& Ergänzungsfuttermittel Mit Herz, Fachverstand
und der Kraft der Natur –
von Silke Griebel.
Mitglied im Verband Deutscher Tierheilpraktiker VDT
Die TCM handelt nach dem Prinzip „Sowohl als auch“ und nicht nach „Entweder oder“. Die Ansichtsweise der TCM liegt im steten Wandel der Dinge, in der Bewegung – und nicht starr auf der Struktur oder einem einzelnen Zeitpunkt. Hier wird der Körper immer in seiner Gesamtheit betrachtet. Auch auf scheinbar unbedeutende kleine Anzeichen wird geachtet, denn sie können ein wertvoller Hinweis auf die Entstehung von energetischen Ungleichgewichten sein.
Eine wichtige Rolle bei der ganzheitlichen Betrachtung spielen die Wandlungsphasen, denen jeweils eine Jahreszeit, ein Organpaar, ein Gewebe, ein Sinnesorgan, klimatische und emotionale Einflüsse, eine Uhrzeit (bezüglich des Auftretens oder der Veränderung von Auffälligkeiten) sowie ein Geschmack zugeordnet sind.
Die fünf Wandlungsphasen im Überblick:
Frühling / Holz – Funktionskreis: Leber und Gallenblase
Sommer / Feuer – Funktionskreis: Herz / Dünndarm (sowie Perikard und Dreifacher Erwärmer – letzterer ist kein einzelnes Organ, sondern ein Regulationssystem, das den gesamten Organismus unterstützt)
Spätsommer / Erde – Funktionskreis: Milz und Magen
Herbst / Metall – Funktionskreis: Lunge und Dickdarm
Winter / Wasser – Funktionskreis: Niere und Blase
Die wichtigsten Bausteine der energetischen Betrachtung
Yin und Yang Ohne Yin (Ruhe) kein Yang (Power). Ohne das eine gibt es das andere nicht – alles ist rund und fließend. Yin steht für die Nacht, Yang für den Tag. Yin ist die Schattenseite des Berges, Yang die Sonnenseite. Das Gleichgewicht beider Kräfte sorgt dafür, dass das Pferd in seiner vollen Kraft und Balance ist. Der Organismus ist stets bemüht, dieses Fließgleichgewicht zu halten.
Jing (Die Essenz) Jing ist die Essenz, welche dem Funktionskreis Niere zugeordnet ist und als Fundament für alle Entstehungs- und Wachstumsprozesse gilt. Das Jing wird aufgeteilt in das vorgeburtliche (von den Eltern mitgegebene) und das nachgeburtliche (erworbene) Jing. Da die Essenz durch intensiven Stress oder anhaltende Überlastung schneller beansprucht wird, gilt ihr in der ganzheitlichen Gesunderhaltung ein besonderes Augenmerk.
Qi (Die Lebensenergie) Qi, die Lebensenergie, steht in enger Verbindung mit dem Funktionskreis Milz und wird untrennbar mit den Körperflüssigkeiten und dem Blut gesehen. Ohne Qi kein Leben. Die Quellen des Qi speisen sich aus dem Ursprungs-Qi (vererbt), dem Atem-Qi (aus der Luft) und dem Nahrungs-Qi (aus der verdauten Nahrung). Eine Stagnation im Gewebe- oder Flüssigkeitssystem wird in der TCM beispielsweise häufig als ein solcher Qi-Stau betrachtet.
Blut (Xue) Leitsatz des Xue: Das Herz regiert das Blut und hält den harmonischen Kreislauf in Gang. Die Leber kontrolliert das ruhende Blut – bei Bewegung wird es im Körper verteilt. Der Leber-Meridian ist somit entscheidend für das harmonische Fließen von Blut und Qi. Die Milz leitet das Blut und hält es in seinen Bahnen. Das Qi bewegt das Blut, welches wiederum die Basis für die Energieproduktion und die Organfunktionen nährt.
Shen (Der Geist) Der Geist und die mentale Ausstrahlung werden dem Funktionskreis Herz zugeordnet. Somit stehen in der TCM auch emotionale und psychische Dysbalancen in engem Zusammenhang mit dem Herzmeridian.
Yin-Ye (Die Säfte) Sie werden aus der Nahrung gewonnen und benetzen Haut, Haare, Körperöffnungen, Muskeln, Gelenke und Organe. Sie zeigen sich unter anderem im Schweiß oder Urin und dienen der geschmeidigen Regulation des Körpers.
Wie energetische Ungleichgewichte entstehen
Laut TCM entstehen Disharmonien des Körpers und der Emotionen durch äußere und innere Einflüsse:
Ungleichgewicht der Emotionen: Stress, Ängste, Unruhe oder Frustration können den gesamten Körper aus dem Rhythmus bringen. Langwierige emotionale Prozesse können die Funktionskreise schwächen, während umgekehrt geschwächte Funktionskreise auch die Emotionen beeinflussen. Die bekannte Redewendung „Ich bin sauer“ beschreibt im übertragenen Sinne sehr schön, wie eng emotionale Anspannung mit dem Funktionskreis Leber verknüpft sein kann.
Ungleichgewicht der Ernährung: Minderwertige Futterqualität, Zusatzstoffe oder Umweltbelastungen im Futter können die Harmonie des Tieres schwächen. Aber auch Stress beim Fressen sowie unregelmäßige Fresszeiten beeinträchtigen das Gleichgewicht. Hier legt die TCM ihr Augenmerk besonders auf die Funktionskreise von Milz und Magen.
Ungleichgewicht durch Traumen: Ein Unfall, ein Schockmoment oder der Verlust eines Herdengefährten sind einschneidende Erlebnisse, die den Körper und die Lebenskraft nachhaltig aus der Balance bringen können, selbst wenn das Ereignis schon länger zurückliegt.
Ungleichgewicht durch Umweltfaktoren: Klimafaktoren wie Kälte, Wind, Hitze, Feuchtigkeit oder Trockenheit können den Organismus fordern. Eine Veränderung des Befindens bei bestimmten Wetterverhältnissen ist für mich ein wichtiger Hinweis auf das betroffene Meridiansystem.
Die 12 Hauptmeridiane – Das Energienetzwerk des Pferdes
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Körper von einem Netzwerk aus Energiebahnen durchzogen, den sogenannten Meridianen. In ihnen fließt das Qi. Jeder der 12 Hauptmeridiane ist einem Funktionskreis zugeordnet und beeinflusst sowohl die körperliche Ebene als auch das emotionale Wohlbefinden deines Pferdes:
Lungen-Meridian: Zuständig für die Atmung und die Abgrenzung nach außen (Haut/Fell). Er steht für den Rhythmus und die Aufnahme von Lebensenergie.
Dickdarm-Meridian: Unterstützt das Loslassen – sowohl auf körperlicher Ebene (Verdauung) als auch auf mentaler Ebene.
Magen-Meridian: Die Basis für die Energieaufnahme. Er ist entscheidend für die „Mitte“ und die Verwertung der Nahrung.
Milz-Meridian: Verarbeitet die aufgenommene Energie und verteilt sie im Körper. Wichtig für ein starkes Bindegewebe und klare Strukturen im Geist.
Herz-Meridian: Der „Kaiser“ des Organismus. Er beherbergt den Geist (Shen) und sorgt für mentale Ruhe und Ausstrahlung.
Dünndarm-Meridian: Hilft dabei, „Wichtiges von Unwichtigem“ zu trennen – im Verdauungstrakt wie im Informationsfluss der Umwelt.
Blasen-Meridian: Der längste Meridian, der den gesamten Rücken stützt. Er steht für die Vitalität und die Reaktion auf äußere Einflüsse.
Nieren-Meridian: Der Speicher der Lebensessenz (Jing). Er ist das Fundament für Entwicklung, Vitalität und Knochenkraft.
Perikard-Meridian (Kreislauf): Schützt das Herz und reguliert die innere Zirkulation sowie die emotionale Stabilität.
Drei-Erwärmer-Meridian: Kein einzelnes Organ, sondern ein Koordinationssystem, das den Wärmehaushalt und den energetischen Stoffwechsel reguliert.
Gallenblasen-Meridian: Steht für die Flexibilität und die Geschmeidigkeit von Sehnen und Bändern.
Leber-Meridian: Verantwortlich für den freien Fluss des Qi. Er reguliert die inneren Abläufe und sorgt für emotionale Gelassenheit.
Rechtlicher Hinweis: Die vorgestellten Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Akupunktur sind Verfahren der alternativen Tiermedizin, die wissenschaftlich/schulmedizinisch nicht in allen Punkten anerkannt sind. Alle Angaben über Wirkungsweisen und Einsatzbereiche beruhen auf den Erfahrungswerten der Fachrichtung selbst. Ein Heilversprechen kann daraus nicht abgeleitet werden. Die Behandlung ersetzt nicht die Diagnose oder Therapie durch einen Tierarzt oder eine Tierärztin.
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen
Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.